Gardiflora

Hintergrund

Was ist ökologisches Gärtnern?

Gärtnern mit der Natur statt gegen sie. Keine Pestizide, viele Bestäuber.

Gärtnern mit der Natur

Ökologisches Gärtnern heißt, deinen Garten als lebendiges System zu behandeln, nicht als Kulisse. Du wählst Pflanzen, die Bienen, Schmetterlinge, Vögel und Bodenleben nähren. Du störst den Boden so wenig wie möglich und hältst Material im Kreislauf: Blätter werden zu Mulch, Schnittgut zu Kompost, Samen sammelst du für nächstes Jahr. Es ist kein Alles-oder-nichts: eine wilde Ecke in einem normalen Garten zählt schon.

Acht Dinge, die deinen Garten wilder machen

Jeder Schritt unten steckt in der Zeichnung, und alle zählen für deinen Öko-Score.

  1. 1

    Leg einen Teich an

    Wasser bringt schneller Leben in den Garten als jede Pflanzung. Libellen und Molche finden ihn von allein, und Vögel kommen zum Trinken. Ein eingegrabenes altes Fass reicht auch.

    Lebensraum & Unterschlupf
  2. 2

    Mach den Rasen kleiner

    Behalte Gras dort, wo du sitzt oder spielst, und mach aus dem Rest eine Blumenwiese oder einen Kräuterrasen. Das liefert den ganzen Sommer Nektar.

    Bestäubung
  3. 3

    Pflanze eine Hecke statt eines Zauns

    Eine Hecke gibt Vögeln einen Nistplatz und Schutz bei schlechtem Wetter. Zaunelemente tun das nicht. Weissdorn, Hainbuche und Efeu eignen sich alle drei.

    Lebensraum & Unterschlupf
  4. 4

    Lass Totholz liegen

    Schichte Schnittgut zu einer Totholzhecke, statt es wegzufahren. Igel überwintern darin und Käfer leben vom morschen Holz.

    Lebensraum & Unterschlupf
  5. 5

    Füttere deinen Boden

    Setz einen Komposter auf und mulche die Beete mit Laub und Kompost. Solange du nicht umgräbst, baut sich der Boden selbst auf.

    Bodengesundheit
  6. 6

    Wähle heimische Pflanzen

    Heimische Pflanzen und einheimische Insekten haben sich gemeinsam entwickelt. Eine gefüllte Zierrose ohne Pollen ernährt niemanden.

    Biodiversität
  7. 7

    Biete Nistmöglichkeiten

    Häng einen Nistkasten auf und stell ein Bienenhotel in die Sonne. Lass ausserdem eine Stelle nackten Sandboden offen, für Bienen die unterirdisch nisten.

    Bestäubung
  8. 8

    Entferne invasive Arten

    Arten wie der Japanische Staudenknöterich verdrängen genau die Pflanzen, die es hier ohnehin schwer haben. Sie zu entfernen schafft sofort Platz.

    Ökologische Risiken

Warum heimische Pflanzen so wichtig sind

Heimische Pflanzen und lokale Insekten haben sich über Tausende von Jahren gemeinsam entwickelt. Eine gewöhnliche europäische Hummel weiß, was sie mit einer Wildrose anfangen soll; mit einer gefüllten Zierrose ohne Pollen weiß sie es nicht. Dasselbe gilt für Raupen, Käfer und Bodenleben: sie brauchen die Pflanzen, die hierher gehören. Nicht-heimische Arten dürfen ihren Platz haben, aber baue das Rückgrat deines Gartens aus heimischen Arten. Efeu für den späten Nektar, Weißdorn für die Vögel, Brennnessel für die Raupen des Tagpfauenauges: kleine Entscheidungen, großer Unterschied.

Ein Garten, der zu seiner Region gehört

Die richtige Wahl stärkt nicht nur die Biodiversität, sondern auch die regionale Landschaft. Eine Weißdornhecke gehört in die Heckenlandschaft, Kopfweiden an einen Polder-Graben, Magerwiesenblumen auf die sandigen Böden der Kempen. Wer Pflanzen und Strukturen wählt, die hierhergehören, baut am Charakter der Landschaft rund um den Garten mit. Ein wirklich ökologischer Garten sieht nicht überall gleich aus: er sieht aus wie seine Region.

Wie misst du deine Fortschritte?

Gardiflora gibt jeder Pflanze einen Öko-Score dafür, was sie für Bestäuber, Vögel und Bodenleben tut. Dein ganzer Garten bekommt eine Zahl von 0 bis 100, aus fünf Kriterien zusammengesetzt. So siehst du nicht nur, was du tust, sondern auch, was die Natur davon hält. Mehr erfahren? Lies wie der Öko-Score funktioniert.

Hilf deinem Garten beim Blühen

Ob du gerade erst anfängst oder einen vollen Garten pflegst, Gardiflora passt sich dir an